HWS-Syndrom - Nackenschmerzen

cervicale Instabilität - Kopfschmerz - Schwindel - Tinnitus

Instabilität der Halswirbelsäule, Kopfschmerzen, Tinnitus, Ohrgeräusche, Schwindel, Bandscheibe, Nackenschmerzen, neue Lebensqualität

Patienten mit chronischen Halswirbelsäulenschmerzen bzw. Nackenschmerzen werden immer häufiger. Oft bestehen Schmerzausstrahlungen in die Arme oder den Kopf und eine eingeschränkte Beweglichkeit.

Begleitend können Kopfschmerzen, Taubheits- und Kribbelgefühle, Knacken, Knirschen, Schwindel, Gesichtschmerzen, Zahnschmerzen, Tränen der Augen, Schluckbeschwerden und Ohrgeräusche auftreten (Barré-Lieou-Syndrom). Man spricht auch von einem zervikozephalen Syndrom.

 

Eine erhebliche Rolle spielt unsere Lebensweise. Immer mehr Menschen verbringen zunehmend Zeit am Handy, Laptop, PC, Tablet , Spielkonsole etc.

Auch müssen viele berufliche Tätigkeiten mit nach vorn gebeugtem Körper bzw. Kopf verrichtet werden (z.B. Kassiererin, Friseurin, Büroarbeiten, Kontrolltätigkeiten, Montagearbeiten...)

 

Bei all diesen Tätigkeiten wird die Halswirbelsäule nach vorn gebeugt gehalten. Auf Dauer entstehen Überdehnungen und Schwächen der stabilisierenden Kapsel-Band-Strukturen, insbesendere der oberen Halswirbelsäule (Kopfgelenke). So gibt es jetzt eine neue Krankheitsbezeichnung "Der Handy-Nacken".

Die häufigste Ursache für Kribbelgefühle und Taubheit in den Armen ist nicht ein eingeklemmter Nerv, sondern eine Bänderlockerung im Nacken.

gute Diagnostik mit den Händen

Um die richtige Diagnose für Nacken- und Kopfschmerzen zu finden benötige ich in der Regel nur ein Ohr zum zuhören und einen Daumen zur Untersuchung. Mit dem Daumen wird die zu untersuchende Region abgetastet. Kommt es an einer Stelle aufgrund eines einschießenden Schmerzes zu einem unwillkürlichen Wegzucken bzw. zu einer Ausweichbewgung des Patienten, spricht man von einem "positiven Jump-Sign".
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MRT (NMR, Magnetresonanztomographie) und CT (Computertomographie) können nicht die Schmerzursache diagnostizieren.

Wie bereits in meinem Blog erwähnt, zeigen MRT-Scans in der Regel irgendwelche Anomalien, die jedoch ohne Bezug zu den Beschwerden der Person sind! MRT-Untersuchungen von völlig beschwerdefreien Menschen mit einem Alter über 40 Jahren ergeben in 50 Prozent anormale Befunde! 29 Prozent haben einen Bandscheibenvorfall.

Daher ist bei der Behandlung von chronischen Schmerzen das zuhörende Ohr und der untersuchende Daumen des Arztes von entscheidender Wichtigkeit!

 

Bänderlockerungen schädigen Bandscheiben und Wirbelgelenke

Das Krankeitsbild beginnt mit wiederholten Dehnungen und Übelastungen der stabilisierenden Sehnen, Bänder und Gelenkkapseln. Es resultieren schleichend zunehmende Instabilitäten, wie sie auch nach einem Auffahrunfall (HWS-Distorsion) akut auftreten können. Diese Bänderlockerungen wiederum schädigen auf Dauer die Bandscheiben und Wirbelgelenke. Es droht ein vorzeitiger Verschleiß.

Tritt durch die HWS-Instabiliät ein Wirbelgleiten (Wirbelverschiebung nach vorne) ein, kann das sympathische Nervensystem (autonome Nerven im Nacken) beeinträchtigt werden. Es können, durch die damit verbundene Gefäßerweiterung, starke Kopfschmerzen (Übelkeit, Benommenheit) ausgelöst werden. Die medikamentöse Behandlung mit Sumatriptan (z.B. Imigran) führt zu einer vorübergehenden Gefäßverengung. Diese Medikamente wirken somit nur symptomatisch. Die eigentliche Ursache - die Wirbelsäuleninstabilität - wird nicht behoben.

 

Die Proliferationstherapie ist die Behandlung der Wahl

zur dauerhaften Beseitigung eines cervicocephalen Syndroms. Durch die Prolotherapie werden die Wirbel im Nacken wieder in die richtige Position (nach hinten) gebracht und bedrängen so nicht mehr die Nervenwurzln und die Nerven des sympathischen Nervensystems.

 

Konservative Maßnahmen wie Massagen, Wärmeanwendungen, Osteopathie und Schmerzmittel können nur wenig bewirken, da sie nicht in der Lage sind die geschädigten Kapsel-Bandstrukturen zu regenerieren und zu stabilisieren.

 

Chronische Nackenschmerzen führen häufig zu muskulären Verspannungen. Die Muskelverspannungen als auch Muskelknoten (Myogelosen, trigger-points) sind also die Folge der HWS-Instabilität (cervikale Bandinstabilität) und nicht die eigentliche Ursache der Schmerzen. Durch eine vermehrte Muskelanspannung versucht der Körper die bestehende Instabilität vergeblich zu kompensieren. Die Schmerzen und die Bewegungseinschränkung werden weiter verstärkt. Die Funktion und die Stoffwechselsituation der Kopf-Nacken-Region wird weiter verschlechtert.

 

Es ist somit klar, dass nur eine stabilisierende Therapie langfristig zum Erfolg führen kann.

Prolotherape und PRP sind bewährte, effektive Methoden zur Behandlung von chronischen HWS-Syndromen und Instabilitäten, vor allem bei Schwächung und Überdehnung der cervicalen Bänder.

 

Die operative Behandlung von Bandscheibenvorfällen und eine Versteifungsoperation können nicht empfohlen werden. Eine Ausnahme bilden natürlich die sehr seltenen Notfälle mit Lähmungserscheinungen!

Durch die Entfernung von Bandscheiben wird die Wirbelsäule weiter destabilisiert und die Versteifung von Wirbelsäulenabschnitten führt unweigerlich zu einer Übelastung der darüber und darunter gelegenen Bewegungssegmente. Nach einer postoperativen Beschwerdelinderung tritt häufig mittel- oder langfristig eine Verschlimmerung der Gesamtsituation ein.

Es kommt zu neuen Instabilitäten und Schmerzen in den angerenzenden, noch nicht versteiften Regionen sowie im operierten Bereich. Einige Patienten lassen sich dann erneut operieren. Ich habe schon viele unglückliche Patienten nach diesen Operationen gesehen.

 

Daher ist die biogische Stabilisierung mit der nicht-operativen Prolotherapie die erste Wahl.

Eine umfassende Proliferationsbehandlung, möglichst mit Einsatz von thrombozytenreichem Eigenplasma führt zu einer verbesserten Stabilität und damit zum Nachlassen der Symptome durch eine Kräftigung und Straffung des kollagenen Gewebes.

Ich empfehle auch eine Proliferationstherapie nach einer bereits durchgeführten Operation bzw. bevor ein zweiter oder gar dritter operativer Eingriff durchgeführt werden soll.

Sie können über das folgende Formular Kontakt aufnehmen oder uns einfach zur Terminvereinbarung persönlich anrufen.

 

Orthopädische Praxis Werne                                                                                Orthopädische Praxis Münster

 

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